TCO statt Teilepreis: Was kostet Ihre Beschaffung wirklich?

Viele Unternehmen optimieren auf den sichtbaren Preis pro Teil. In der Praxis entsteht der Großteil der Kosten jedoch im Prozess: Rückfragen, Abstimmungsschleifen, Lieferantenwechsel, Express-Entscheidungen und verlorene Zeit in Entwicklung und Einkauf. Genau dafür ist eine Total-Cost-of-Ownership-Betrachtung (TCO) der bessere KPI – besonders bei Prototypen und Kleinserien, wo Geschwindigkeit und Iterationen zählen.

Kurz gesagt: Ein „günstiger" Teilepreis kann am Ende teurer sein, wenn intern 2–4 Stunden Aufwand entstehen oder Tests mehrere Tage warten müssen.

Realistisch und ehrlich

5 Werktage sind sehr schnell – und nur dann realistisch, wenn das CAD-Modell fertigungsfähig ist, Anforderungen/Toleranzen klar sind, keine Rückfragen entstehen und die Bestellung nach Angebot direkt erfolgt. Wir können nicht zaubern – wir können den Prozess sauber machen.

Warum TCO im Einkauf ein echter Hebel ist

TCO macht die unsichtbaren Kosten sichtbar und vergleichbar. Typische Kostentreiber in der industriellen Beschaffung:

Interner Aufwand

Engineering-Checks, RĂĽckfragen, Angebote, PO, Nachverfolgung, Eskalationen

Zeitkosten

Blockierte Tests, Projektverzug, Stillstand, verschobene Meilensteine

Risiko

Nacharbeit, Ausschuss, Neufertigung bei unklaren Anforderungen oder wechselnden Lieferanten

Iterationen

Wiederholte Bestell- und Klärprozesse – oft der größte versteckte Kostentreiber

Was der TCO-Kalkulator berĂĽcksichtigt

Der Rechner ist bewusst pragmatisch aufgebaut – beschaffungsnah statt akademisch. Er kalkuliert:

Direkte Kosten

  • Teilepreis Ă— StĂĽckzahl
  • Versand & Handling

Prozesskosten (interner Aufwand)

  • Interne Stunden (Einkauf + Engineering) Ă— interner Stundensatz
  • Multipliziert ĂĽber die Anzahl der Iterationen

Zeitkosten

  • Lead Time (Werktage) Ă— Kosten pro Wartetag Ă— Iterationen

Risikoaufschlag (pragmatisch)

  • Ausschuss-/Nacharbeitsquote als erwartete Mehrkosten

Hinweis: Nicht enthalten (weil stark unternehmensspezifisch) sind z. B. Audit-/Freigabekosten, Lagerhaltung, Zahlungskonditionen, Währungsrisiken, Werkzeugkosten oder Serienanforderungen (PPAP etc.). Wenn Sie das benötigen, kann das Modell erweitert werden.

Warum Partflow TCO senkt – ohne „Wunderpreise"

Partflow senkt TCO nicht primär durch Rabatte, sondern durch Entlastung des Einkaufs und weniger Reibung im Prozess. Der zentrale Hebel ist Lieferantenkonsolidierung:

  • Ein Ansprechpartner / ein Prozess statt vieler Einzelkontakte
  • Weniger Angebots- und PO-Schleifen, weniger „Chasing", weniger Eskalation
  • Technische VorprĂĽfung (DFM): RĂĽckfragen reduzieren, Fertigbarkeit frĂĽh klären
  • Planbarere Durchlaufzeiten: mehr Iterationen möglich, weniger Projektverzug

In Summe sinken die Gesamtkosten, weil interne Aufwände und Zeitverluste typischerweise deutlich teurer sind als der reine Teilepreis.

Mini-Beispiel (zum Verständnis)

Wenn ein Teil 40 € günstiger ist, aber dafür 3 Tage später kommt und intern 3 Stunden Klärung auslöst, ist die „Ersparnis" schnell überholt:

(3 Tage × Wartetagkosten) + (3 Std × interner Satz) ≫ 40 €

Nutzen Sie den Kalkulator

Geben Sie Ihre realistischen Werte ein. Sie erhalten ein Ergebnis, das Sie intern diskutieren und als Entscheidungsgrundlage verwenden können. Das Ergebnis wird nach Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse freigegeben, damit wir Ihnen die Berechnung auch zusenden und bei Bedarf fachlich einordnen können.

TCO-Kalkulator: Was kostet Ihr Bauteil wirklich?

Nicht nur der Teilepreis zählt. Dieser Rechner berücksichtigt zusätzlich internen Aufwand, Wartezeitkosten, Iterationen und Qualitätsrisiken. realistisch & beschaffungsnah

Teilepreis pro StĂĽck (EUR)
Der reine Einkaufspreis (ohne Versand, ohne internen Aufwand).
StĂĽckzahl
Für Prototypen typischerweise 1–5.
Versand & Handling gesamt (EUR)
Kurier / Express / Verpackung / Zollhandling (falls relevant).
Qualitäts-/Ausschussrisiko (%)
Pragmatisch: erwartete Mehrkosten durch Nacharbeit/Neufertigung.
Interner Aufwand (Std)
Einkauf + Engineering + Abstimmungen.
Interner Stundensatz (EUR/h)
Vollkosten (nicht nur Lohn).
Iterationen (Anzahl)
Wie oft wird typischerweise nachgearbeitet/neu bestellt?
Lead Time pro Iteration (Werktage)
Realistisch: 5 Werktage sind schnell – wenn CAD passt, keine Rückfragen entstehen und nach Angebot direkt bestellt wird.
Kosten pro Wartetag (EUR/Tag)
z. B. blockierte Testkapazität, Projektverzug, Maschinenstillstand, Opportunitätskosten.
Modell: pragmatisch (TCO = Preis + Aufwand + Zeit + Risiko)
Ergebnisvorschau wird vorbereitet. FĂĽr die Anzeige des Ergebnisses bitte E-Mail eingeben (Lead-Freigabe).
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Ihr TCO-Ergebnis

Total Cost of Ownership (EUR)
–
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Zeitkostenanteil (EUR)
–
Berechnet aus Lead Time Ă— Wartetagkosten Ă— Iterationen.
Interpretation: Wenn Zeitkosten und interner Aufwand dominieren, ist "billiger Teilepreis" selten wirtschaftlich. Schnell wird dann zur echten Kostenreduktion – aber nur, wenn CAD, Toleranzen und Anforderungen sauber sind.
Tipp: Nutzen Sie als Standard DIN ISO 2768-m und tolerieren Sie nur FunktionsmaĂźe enger. Das reduziert RĂĽckfragen und Durchlaufzeit.

Bereit, Ihre TCO-Treiber wirklich zu senken?

Wenn Sie Ihre TCO-Treiber wirklich senken wollen: Laden Sie Ihr CAD hoch und definieren Sie den Einsatzfall. Wir prüfen Fertigbarkeit, reduzieren Rückfragen und konsolidieren die Beschaffung – damit Tests nicht warten und Ihr Einkauf entlastet wird.

Schnell

5 Werktage bei sauberem CAD

Sicher

DFM-Check inklusive

Einfach

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Toleranzen, Materialauswahl und Fertigungsverfahren richtig wählen – und damit TCO senken.

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So funktioniert TCO-Optimierung mit Partflow

1

CAD hochladen

Laden Sie Ihr CAD-Modell hoch und beschreiben Sie Anforderungen, Toleranzen und Einsatzfall.

2

DFM-Check & Angebot

Wir prüfen Fertigbarkeit, klären potenzielle Probleme und senden ein transparentes Angebot.

3

Fertigung & Lieferung

Nach Freigabe starten wir die Fertigung. Keine Rückfragen, keine Überraschungen – planbar schnell.

„Der größte Hebel ist nicht der Rabatt, sondern die Reduktion von Reibung und Wartezeit im Prozess."