Material & Werkstoffe
In der Praxis werden Werkstoffe oft „zur Sicherheit" gewählt – und genau das treibt Kosten, Lieferzeitrisiko und Rückfragen. Dieser Guide ist ein Entscheidungstool: Vorselektion in Minuten, danach (wenn du willst) technischer Material-Check per Upload.
Output: Materialvorschlag + wirtschaftliche Alternative + Hinweise zu Bearbeitbarkeit, Lieferzeitrisiko und typischen Kostentreibern.
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FĂĽr eine schnelle Orientierung. Ergebnis ersetzt keine bauteilbezogene PrĂĽfung.
Rahmenbedingungen
Mit Zeichnung prüfenTipp: Wenn du Materialalternativen zulässt, sinken Kosten und Lieferzeitrisiko oft spürbar.
Ergebnis
Wir liefern dir: Materialvorschlag + Alternative + Kostenhebel
Nicht nur Kennwerte: Diese Matrix gewichtet Fertigbarkeit, Lieferzeitrisiko und Kostenhebel.
| Material | Standard, wenn… | Vermeiden, wenn… | Risiko |
|---|---|---|---|
| Alu 6061/6082 | Leichtbau, gute Bearbeitbarkeit | max. Festigkeit, SchweiĂźen | niedrig |
| Alu 7075 | maximale Festigkeit | Korrosionsschutz, SchweiĂźen | mittel |
| S235/S355 | Struktur, Kostenfokus | Korrosion/Hygiene zwingend | niedrig |
| 1.4301 | Korrosion/Hygiene | chloridhaltige Umgebung | mittel |
| 1.4404 | höhere Korrosionsbeständigkeit | wenn 1.4301 ausreicht | mittel-hoch |
| POM | Gleit-/Präzisionsteile | Temperatur > 100°C | niedrig |
| PA6/PA66 | zäh, stoßfest | Dimensionsstabilität kritisch | niedrig |
| PEEK | Temperatur/Chemie kritisch | Standard reicht | hoch |
| PA12 (SLS) | schneller Prototyp | seriennahe Mechanik | niedrig |
| ABS/PETG | Optik/Passprobe | hohe mechanische Last | niedrig |
Wenn du zwischen zwei Werkstoffen schwankst: Wir rechnen die Fertigung mit – nicht nur Kennwerte.
Edelstahl ist pro kg oft nicht „dramatisch", aber die Bearbeitung dauert länger und verschleißt Werkzeuge. 6xxx-Alu ist häufig wirtschaftlich, weil es schnell zerspanbar ist.
Komplexe Geometrien, scharfe Kanten und schwer zugängliche Bereiche erhöhen Handarbeit. DFM-Anpassungen sparen oft mehr als Materialwechsel.
Dünnwandige oder asymmetrische Wandstärken erhöhen Verzug/Ausschuss. Spannungsarmglühen kostet extra, kann aber Nacharbeit und Wiederholungen reduzieren.
Beschichten/Eloxieren kann teurer sein als ein Materialwechsel – oder umgekehrt. Siehe auch Oberflächenvergleich.
Exoten bedeuten oft längere Vorlaufzeiten und Mindestmengen. Standardwerkstoffe sind schneller verfügbar. Für schnelle Projekte.
Ziel: weniger RĂĽckfragen, schneller zu belastbaren Preisen. Kopiere den Block in deine Anfrage.
Projekt / Bauteil: - Kurzbeschreibung + Funktion Daten: - CAD: STEP bevorzugt + Zeichnung PDF - Kritische Funktionsflächen markieren Material: - Materialkandidat(en): ________ - Materialalternativen erlaubt? (ja/nein) ________ Losgröße / Termin: - Stückzahl: ________ - Zieltermin: ________ Toleranzen & Prüfung: - Funktionskritische Maße: ________ - Prüfanforderung: ________ Oberfläche: - Ra / Beschichtung: ________ Lieferung: - Lieferadresse: ________ - Incoterms: ________
Wenn du „Materialalternativen erlaubt" ankreuzt, sparen wir dir oft Zeit und Kosten – ohne Funktionsrisiko.
Fall 1: „Leichtbau, aber 7075 überall"
Häufig reicht 6082/6061 (bessere Wirtschaftlichkeit). 7075 nur, wenn Festigkeit wirklich limitierend ist.
Fall 2: „Edelstahl zur Sicherheit"
Wenn Korrosion mild ist, kann Stahl + Oberfläche günstiger sein. Edelstahl nur bei realer Anforderung.
Fall 3: „Kunststoff ohne Temperaturcheck"
POM/PA6 funktionieren gut – bis Temperatur/Medien kippen. Dann früh auf PEEK prüfen.
Tipp: 1 Datei reicht
STEP + 2 Zeilen zur Funktion reichen meist, um Material vorzusortieren.
6xxx-Alu ist oft der wirtschaftliche Standard: gute Zerspanbarkeit, Leichtbau, anodisierbar. 7075 für hohe Festigkeit – aber nicht automatisch besser.
S235/S355: robuste Strukturteile mit Kostenfokus. C45: höhere Festigkeit, härtbar, Wärmebehandlung kann Verzug bringen.
Sinnvoll bei realer Korrosions-/Hygieneanforderung. Bearbeitung anspruchsvoller. 1.4404 fĂĽr chloridhaltige Umgebung.
POM (maßstabil) und PA6/PA66 (zäh, belastbar) sind häufige Standards. PEEK für Temperatur/Chemie – aber kostenintensiv.
PA12 (SLS) und ABS/PETG (FDM) für schnelle Geometrie-/Passproben. Für seriennahe Mechanik ist CNC der nächste Schritt.
Für viele Prototypen/Kleinserien ist 6xxx-Alu der pragmatische Standard (gute Zerspanbarkeit, Leichtbau). Welche Legierung sinnvoller ist, hängt von Verfügbarkeit, Festigkeitsbedarf und Oberfläche ab – wenn unsicher: Alternative zulassen und wirtschaftlich prüfen lassen.
Wenn Festigkeit tatsächlich limitierend ist und Schweißen/Korrosion nicht im Vordergrund stehen. Sonst ist 6xxx häufig wirtschaftlicher und ausreichend.
S235 ist oft ausreichend für viele Strukturteile. S355 lohnt sich, wenn die berechnete Festigkeit es erfordert oder Bauraum/Gewicht dadurch sinken. Sonst kostet „S355 zur Sicherheit" oft unnötig.
1.4301 ist Standard-Edelstahl. 1.4404 wird relevant, wenn Korrosion stärker ist (z. B. chloridhaltige Umgebung). Wenn 1.4301 reicht, spart das meist Kosten.
Wenn Korrosion mild ist, kann Stahl + Oberfläche wirtschaftlicher sein. Edelstahl lohnt sich, wenn die Umgebung es zwingend erfordert.
POM ist sehr maßstabil und gut zerspanbar (gut für Präzision/Gleit). PA6/PA66 ist zäher, kann aber mehr Feuchtigkeitsaufnahme zeigen – bei Maßhaltigkeit kritisch prüfen.
Für schnelle Iteration, Optik/Passprobe oder komplexe Geometrie ohne Serienanforderung. Für funktionskritische Toleranzen ist CNC oft der nächste Schritt.
Ja. Wenn Daten sensibel sind, ist eine NDA vor Datentransfer möglich – sprich uns beim Upload kurz darauf an.